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Prinz & Prinzessin
Endlich kann man einmal Prinz oder Prinzessin sein!
Unsere kleinen Helden nehmen auch sogleich die Geschicke
des Königreichs in die Hand. Einer uralten Prophezeihung
entsprechend, stellen sich die Kinder einer bösen Hexe
und deren Drachen. Nach vielen, spannenden Erlebnissen,
gelösten Rätseln und mit Hilfe eines Zauberschwertes
stellen die Kinder schließlich fest, dass
die Hexe Aglaja eigentlich gar keine böse Hexe ist.
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| 20 Seiten Inhalt. 2 Kinder. Preis 14,90 Euro.
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Seite 2, Leseprobe:
Es war einmal vor langer, langer Zeit ein Königreich, das lag versteckt in einem sonnigen Tal hinter hohen Bergen,
und nur wenige wussten den Weg dorthin.
Der König dieses Reiches hatte zwei Kinder, Prinz PETER und
Prinzessin PETRA.
Prinzessin PETRA und Prinz PETER hatten
schon viel über Magie und Kräuterheilkunde, über das Leben und über die Welt gelernt. Beide hatten auch Hunderte
von Büchern über die geheimen Sprachen der Tiere verschlungen und konnten inzwischen alle Tiere verstehen und mit
ihnen sprechen.
Und sie waren ganz hervorragende Reiter. Am liebsten galoppierten sie jeden Tag mit ihren Pferden über die Wiesen
des Königreiches und übten für die Ritterspiele, die jedes Jahr am Geburtstag des Königs stattfanden.
Vor 500 Jahren waren die Ritter des Königreiches zum ersten Mal zum Wettstreit zusammengekommen. Damals hatte der
Hofzauberer, der der Berater des Königs war, bestimmt, dass dieses Turnier jedes Jahr stattfinden sollte.
Es sollte ein Fest sein, das das Gute feierte und das Böse ächtete. Er hatte prophezeit, dass großes Unglück
über das Königreich hereinbrechen würde, sollte das Fest einmal nicht stattfinden.
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Seite 3, Leseprobe:
Der Zauberer hatte aber auch vorhergesagt, dass irgendwann einmal eine böse Hexe versuchen würde, dieses
Turnier zu verhindern. Die Prophezeiung stand auf einem Steinblock an der Schlossmauer. "Dreimal wird sie
es versuchen!" stand ganz unten auf diesem Stein. Prinz PETER und
Prinzessin PETRA wurde es jedesmal ein bisschen unheimlich, wenn sie
das lasen.
Seit damals war nie ein Turnier ausgefallen. Der Tag des Wettkampfes näherte sich, am Ende der Woche sollte
das Ereignis stattfinden. Die Kinder beendeten ihren täglichen Ritt, brachten ihre Pferde in den Stall und
liefen ins Schloss.
Dort bereiteten die Hofdamen den Ball vor, der jedes Jahr am Abend vor dem Turnier veranstaltet wurde.
Der Ball und das Turnier fanden immer im Schlosspark statt. Der war umgeben von einer hohen Mauer, in der sich
vier große Tore befanden. Nur durch diese Tore konnte man die wunderschöne Anlage betreten.
Die Gärtner hatten schon den Park für das Turnier hergerichtet.
Nun polierten die Diener die silberne Rüstung, in der der König bei der Eröffnung auf den Turnierplatz
reiten würde. Nur mit dieser Rüstung, die ein Symbol seiner Königswürde war, durfte der König nach
alter Tradition das Turnier eröffnen.
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Seite 4 , Leseprobe:
Unter einer Glasglocke auf dem großen Tisch in der Mitte des Saales stand der mit kostbaren Edelsteinen
besetzte Pokal, der für den Sieger bestimmt war. Auch er war geputzt worden.
Einige Hofdamen banden Papierblumen in Seidengirlanden, andere sortierten Briefe. Denn nun trafen per
Boten die Antworten aller ein, die zum Ball eingeladen waren. Prinzessin PETRA
und Prinz PETER halfen beim Durchsehen der Botschaften. "Was ist denn das?",
rief Prinzessin PETRA plötzlich und schüttelte sich. In der Hand hielt
sie eine Pergamentrolle, die ganz fürchterlich qualmte und stank.
"Die ist von der bösen Hexe Aglaja!", sagte Prinz PETER erstaunt.
Denn Aglaja war zum Fest nicht eingeladen worden. Prinzessin PETRA
rollte den Brief auf und las vor: "Ich verfluche dieses Fest! Im selben Augenblick, in dem dieser Brief verlesen
wird, werden vier Drachen herbeifliegen und sich vor die Eingänge zum Turnierplatz setzen, so dass niemand mehr
hineinkommt, für immer und ewig. Und nur der wird den Bann brechen, der stärker zaubern kann als ich!"
Erschrocken starrte Prinzessin PETRA auf das Papier. In der Luft hörte
man ein Zischen, und vier riesige Drachen umflogen das Schloss. Dann ließen sie sich, jeder an einem Eingang,
an der Mauer des Schlossparks nieder.
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